Dienstag, 21. März 2017
Papier
Ähnlich einfach wie der Wechsel auf Ökostrom, ist es Papier zu sparen und somit Bäume zu retten.
Laut Umweltbundesamt hat jeder Deutsche 2010 drei Bäume für Papier (235 kg) verbraucht, also insgesamt ca. 240 000 000 Bäume. Das ist ein hoher Verbrauch im weltweiten Durchschnitt.

15 000 0000 Hektar Wald werden jährlich abgeholzt. Jeder dritte gefällt Baum wird zu Papier verarbeitet, Tendenz steigend. Dieser enorme Verbrauch ist allerdings nicht nötig. Auch wenn die Bäume für Papier aus FSC-geschützten Gebieten kommen, sind sie sinnlos gefällt worden und zusätzlich muss der hohe Wasserverbrauch (10 bis 1000 Liter pro kg Papier) für die Papiererstellung mit berücksichtigt werden.

Die Alternativen dazu sind meist preislich günstiger.
  • Recycling-Toilettenpapier: Z.B. von DANKE. Bei Windeln.de kosten 16 Rollen 6,98 €. Laut Stiftung-Warentest soll auch Vitess von Aldi Nord gut sein.
  • Recycling-Küchenrollen: Z.B. von Rossmann für 1,35 € (vier Rollen).
  • Recycling-Taschentücher: Rossmann oder DM: 0,95 € für 15 Packungen.
  • Recycling-Briefumschläge: Die günstigsten habe ich bei bueromarkt-ag.de gefunden. 1000 Stück für 12,79 €. Kleinere Verpackungsgrößen sind eher die Ausnahme oder deutlich teurer.
  • Mehrweg-Coffee-to-Go-Becher: Die Pappbecher sind sehr umweltunfreundlich, denn neben der Pappe besteht der Deckel auch noch aus Plastik. Stündlich landen in Deutschland 320 000 Becher im Mülleimer. Ich empfehle stattdessen eine Keramik-Tasse zu nehmen, wenn man eh im Laden oder davor bleibt, oder seinen eigenen (Mehrweg-)Coffee-to-Go-Becher mitzubringen. Es gibt hierfür schon einen Markt und Kaffee-Verkäufer sind hierfür eigentlich aufgeschlossen.
  • Recycling-Druckerpapier. Wenn selbst offizielle Dokument der Behörden auf Recycling-Papier versendet werden, wieso dann nicht auch das verwenden?
  • Werbung und Kataloge: Mehrfach wöchentlich wird man durch Werbung, Zeitungen, Zeitschriften etc. im Briefkasten überflutet. Ich lese sie eigentlich nie und sie landen im Müll und Ressourcen sind verschwendet worden. Deshalb ein Aufkleber auf den Briefkasten: "Bitte keine Werbung, Zeitungen oder Zeitschriften einwerfen" oder direkt die Kataloge abbestellen. Im Internet können alle Waren auch angeschaut werden.
  • Schmierpapier bzw. Notizzettel: Statt sich Notizzettel zu kaufen, kann auch die Rückseite von einseitig bedruckten oder beschriebenen Blättern verwendet werden
  • Recycling-Hefte: Recycling-Papier kann auch in Form von Schulheften, College-Blocks verwendet werden. Die Qualität ist mittlerweile so gut, dass der Unterschied kaum auffällt. Die Firmen "Herlitz" ("X.Book") und "Brunnen" sind hierbei zu empfehlen. Preislich bewegt man bei einem A4-Ringblock mit 80 Blatt bei ca. 1,10 €.
Ich hatte bislang nicht konsequent auf Recycling-Artikel geachtet, weshalb ich nun erst nach und nach Recycling-Papier-Produkte nachkaufe. Man findet sie zudem nicht in jedem Laden oder man muss explizit danach fragen. Im Internet hat man bessere Chancen. Der enorme Verbrauch an Rohstoffen hat mich überzeugt umzusteigen.
Noch einige Fakten zum Abschluss:
  • 1 kg Neupapier verbraucht 2,2 kg Holz, 65 g chemischen Sauerstoff, 10-1000 l Wasser, 4 kWh Energie
  • 1 kg Altpapier verbraucht kein Holz, 1,15 kg Altpapier, 3,5 g chemischen Sauerstoff, 5-10 l Wasser, 1,5 kWh Energie

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